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Rubrik: Pflanze / Tier / Thema des Monats

 

Dezember 2019: Das Wintergoldhähnchen ( Regulus regulus )

Wintergoldhähnchen

Die Goldhähnchen, unsere kleinsten einheimischen Vögel, sind mit nur 9 cm Körpergröße winzig klein und nur aus der Nähe (und mit gutem Gehör) an ihrem wispernden Gesang und den feinen Rufen zu erkennen. Während das Wintergoldhähnchen ganzjährig (also auch jetzt im Dezember) bei uns zu beobachten ist, zieht es das Sommergoldhähnchen im Spätherbst ins wärmere Südwesteuropa und in die Mittelmeerländer.

Wie und wo kann man die Winzlinge antreffen und erkennen?

Beide Arten bewohnen Nadel- und Mischwälder, aber auch Gärten und Parks mit eingestreuten Nadelbäumen. Vor allem in Fichten, aber auch in Tannen, Lärchen und Kiefern fühlen sie sich wohl - sie sind also Nadelbaum-Spezialisten. Ab und an findet man sie in Filderstadt auch im Wacholdergebüsch der Haberschlai-Heide oder der Plattenhardter Heide beim Altenheim St. Vinzenz. Ihre Nahrung suchen sie auf der Ast- Ober- und Unterseite, wo man sie geschickt durch die Zweige turnen sieht und manchmal sogar kurz rüttelnd beobachten kann. Allerdings: man muss schon genau hinsehen, um die kleinen Kobolde überhaupt zu erkennen. Sie sind im Nadelgehölz schwer zu finden, vorteilhaft ist jedoch, dass sie meist zu zweit oder dritt unterwegs sind und sich rastlos hin- und her bewegen.

Wie unterscheiden sich Winter-Goldhähnchen von ihrer "Zwillingsart", den Sommer-Goldhähnchen?

Am besten achtet man (mit viel Geduld!) auf die unterschiedliche Kopfzeichnung, welche allerdings bei dem rast- und ruhelosen Vogelzwerg nicht immer sofort zu erkennen ist. Beide Arten besitzen auf der Kopfplatte gelblich (Weibchen) oder orange-gelb gefärbte Scheitelstreifen beim Männchen, die schwarz eingerahmt sind. Das Sommergoldhähnchen weist zusätzlich noch einen auffälligen weißen Überaugenstreif und einen dunklen Strich durchs Auge auf - beim Wintergoldhähnchen fehlen diese beiden Merkmale.
Im Gesang unterscheiden sich beide Arten ebenfalls: während das Wintergoldhähnchen meist eine viersilbige, auf- und absteigende und etwas trillernde Melodie erzeugt, besteht die Stimme das Sommergoldhähnchens aus feinen, leicht ansteigenden si-si-si-siii-Tönen. Aber wie erwähnt: die feinen Stimm(ch)en sind nur schwer hörbar!

Das kleine Kugelnest des Wintergoldhähnchens ist nach oben offen und hängt frei in kleinen Zweigen und Ästen. Das Gelege ist 5-13 Eier groß (!) und wird in gut zwei Wochen ausgebrütet. Nach ca. 3 Wochen Nestlingszeit verlassen die Jungen ihr Brutquartier, meist werden zwei Jahresbruten zwischen Ende März und Anfang August durchgeführt.
Die Nahrung des Goldhähnchens ist variabel: Kleininsekten, Spinnentiere, Kleinschnecken sowie Pollen von Koniferen.

Text: Eberhard Mayer, Foto: Frank Derer


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