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Die Biotopkartiergruppe Filderstadt

ist eine ehrenamtlich tätige Arbeitsgruppe von Bürgern, die sich im Natur- und Artenschutz und der Landschaftspflege in Filderstadt engagieren.

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Rubrik: Pflanze / Tier / Thema des Monats

 

Mai 2018: Der Maikäfer ( Melolontha melolontha )

Maikäfer

Der Name ist Programm. Maikäfer sieht man an warmen Abenden im Mai. Man sieht sie aber auch noch im Juli umher schwirren. Wobei ... eigentlich hört man sie, bevor man sie sieht. Es sind dicke Brummer.

Er hat eine Körperlänge von ca. 2 - 3 cm. Die Seiten des Maikäfers sind schwarz-weiß. Der Rücken ist bräunlich gefärbt. Kopf, Schild und Bruststück sind schwarz. Sie besitzen typisch gefächerte Fühler. Davon leitet sich auch der Name der Familie ab, zu der der Maikäfer gehört: die Blatthornkäfer. Die Männchen besitzen 7 dieser Fächer, die Weibchen sechs. Mittels vieler 10.000 Geruchssensoren spüren die Männchen die Weibchen zur Begattung auf. Entsprechend besitzen die Weibchen kleinere Fühler mit erheblich weniger Geruchssensoren.

Die meiste Zeit verbringen die Maikäfer als Larven unter der Erde. Man nennt sie in dieser Form Engerlinge. Nach 3 - 4 Jahren kriechen sie aus der Erde und pflanzen sich als Käfer fort. Sie sterben dann nach 4 - 6 Wochen. Durch diesen Zyklus kommen alle 4 Jahre besonders viele Maikäfer aus der Erde. Alle 30 - 40 Jahre kommen so viele Maikäfer aus dem Boden, daß man es schon als Plage bezeichnen kann. Warum das so ist, weiß man nicht genau.

In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts waren Maikäfer noch recht häufig anzutreffen. Sie haben damals große Schäden an Laub- und Obstbäumen verursacht. Nach massiven Bekämpfungsmaßnahmen sind die Käfer seltener geworden. Vor allem in den 50er und 60er Jahren wurden mit DDT schwere Sünden an der Natur begangen. Danach wurden die Maikäfer so selten, daß Kinder sie heutzutage oft nur noch von den Schokomaikäfern her kennen. Auch bei uns hier auf den Fildern ist es eher eine Seltenheit einen Maikäfer anzutreffen.

Besonders die Larven (Engerlinge) gelten jedoch als Schädling. Während die Käfer bei Massenaufkommen ganze Laubwälder kahlfressen, wovon sich die Bäume jedoch erholen, fressen die Larven die Wurzeln ab. Die Schäden an den Wurzeln sind oftmals schwerwiegender und betreffen häufig Nutzpflanzen z. B. den Kartoffel- oder Getreideanbau. Aber auch komplette Rasenflächen und Gärten von Wohnhäusern.

Feinde der Maikäfer sind Krähen, Eichelhäher, Turmfalken, Steinkäuze, Spitzmäuse, Igel und auch Wildschweine. Für ihre Feinde stellen sie wiederum ein großes und wichtiges Angebot an Eiweiß dar.

Text: M. Hoffmann, Foto: t-online.de


Hinweis:

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Besondere Beobachtungen / Entdeckungen (neueste zuerst)

 

Bemerkenswerte Moos-Funde des Experten Uwe Schwarz (Bernhausen):

* Sept./Okt.2017: Sitzendes Tagmoos Ephemerum sessile > Gew. Lerchenäcker/Bromberg/Felle (erster gesicherter Nachweis für Bad.-Württ.!)

* Aug. - Okt.2017: Bruchblättr. Scheinglanzmoos Chenia leptophylla > Felder in allen Ortsteilen (Erstnachweis im Stuttgarter Raum)

* Aug.- Sept.2017: Krummblättr. Tagmoos Ephemerum recurvifolium > in Bernh./Sielm./Aichtal (Wiederfund im Stuttgarter Raum - zuletzt 1878!)

* Mai - Juni 2016: Brutblatt-Verbundzahnmoos Tortula pagorum > in Friedhof Bernh./Sielm. (in Bad.-Württ. hauptsächlich im Rheintal)

* am 23.09.2017: Einseitswendiges Verstecktfruchtmoos Cryphaea heteromalla > am Feldrand im Mahdenhau/Bonl. (bisher nur im nördl. Bad.-Württ. und im Rheintal)

* Aug. - Okt.2017: Flörkes Zwergglanzmoos Phascum floerkeanum > Feldränder in Bonl./Platt. (bisher hauptsächlich im nördl. Bad.-Württ.)

* am 23.09.2017: Krummstieliges Zwergmoos Seligeria campylopoda > auf Sandstein in der Schinderklinge

* am 19.06.2017: Weißhaubiges Goldhaarmoos Orthotrichum scanicum > am Waldrand im Mahdenhau/Bonl. (bisher unbekannt im Stuttgarter Raum)

* am 24.08.2017: Wimpern-Sternlebermoos Riccia ciliata > Feld b. Langenäckerhof/Platt. (bisher nur an 4 Stellen im nördl. Bad.-Württ. bekannt)

 

Weitere bemerkenswerte Tier- und Pflanzenarten (2017):

* am 23.12.2017: 2 Silberreiher auf Feldern zwischen Harth. >> Grötz. (B.Förderreuther)

* am 17.12.2017: 1 Silberreiher auf Feldern im Gew. Esslinger Weg/Bernh. (E.Mayer)

* am 17.12.2017: ca. 70 Saatkrähen auf Feldern im Gew. Benzenäcker/Sielm. (E.Mayer)

* am 10.12.2017: ca. 40 Hänflinge auf Brache im Gew. Lache/Sielm. (E.Mayer)

* am 25.11.2017: 38 Saatkrähen + 4 Dohlen auf den Mühlwiesen/Sielm. (E.Mayer)

* am 23.11.2017: 36 Kraniche ziehend am Uhlberg nach SW (E.Mayer)

* am 03.11.2017: 4 Krickenten am Ufer Steppachsee/Bernh. (E.Mayer)

* am 29.10.2017: 140 Kraniche ziehend über Feldern Grötz./Harthausen nach SW (B.Förderreuther)

* am 14.10.2017: 2 Steinschmätzer auf Sturzacker im Gew. Letten/Sielm. (E.Mayer)

* am 14.10.2017: 1 Braunkehlchen auf Koppel am Rohrbach/Sielm. (E.Mayer)

* am 13.10.2017: 3 Zwergtaucher kämpfend am Bärensee (E.Mayer)

* am 11.10.2017: 1 Fransenenzian blühend auf der Aicher Heide (U.Niklas)

* am 01.10.2017: 7 Dohlen auf Stoppelfeld im Gew. Leerer Sack/Sielm. (E.Mayer)

* am 01.10.2017: 7 Rohrammern in Jungsaat im Gew. Achgraben/Bernh. (E.Mayer)

* im Herbst 2017: Herbst-Drehwurz blühend auf der Aicher Heide (U.Niklas)

* am 25.09.2017: 2 Kolkraben streitend mit Bussarden am Waldrand Weilerhau/Platt. (B.Förderr.)

* am 25.09.2017: 5 Rotmilane ziehend nach Südwesten im Weilerhau/Platt. (B.Förderreuther)

* am 22.09.2017: 8 Rebhühner auffliegend am Harthäuser Weg/Sielm. (E.Mayer)

* am 21.09.2017: 1 Wanderfalke kreisend/übfl. am Bärensee (E.Mayer)

* am 15.09.2017: 2 juv. Baumfalken am Waldrand Weilerhau/Platt. (C.Simon)

* am 03.09.2017: 1 Ortolan auf Krautacker im Gew. Heidenfeld/Sielm. (E.Mayer)

* Aug./Sept.2017: Beifuß-Ambrosie am Teufelswiesenteich/Bonl. (Böcker/Niklas)

(wegen Gefahr durch Allergie-Auslösung entfernt!)



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