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Rubrik: Pflanze / Tier / Thema des Monats

 

September 2021: Die Kreuzspinne ( Araneus diadematus )

 

Kreuzspinne

Garten-Kreuzspinnen gehören zu den Radnetzspinnen. Sie sind ortstreu. Auf dem Hinterleib haben sie eine kreuzförmige Zeichnung, daher der Name. Sie bauen ihr Radnetz mit einer Klebfadenspirale. Die Fäden kommen aus winzigen Drüsen am Hinterleib. Diese bestehen aus flüssigem Protein, die an der Luft sofort fest werden. Viele Fäden vereinen sich zusammen zu einem dünnen Faden, welcher dünner ist als ein Haar. Der Faden ist elastisch und fast so fest wie Stahl.

In Mitteleuropa gibt es ca. 1000 Spinnenarten. Weltweit ca. 48.000 Arten. Ihre Beute besteht fast nur aus Insekten. Sie sind damit nützliche Vertilger von Ungeziefer. Das Netz findet man oft in Bodennähe, oder gut zu erkennen an Zweigen von Bäumen, Sträuchern, Fenstern, Türecken und Balkonen. Die Kreuzspinne kann die Färbung an die Helligkeit der Umgebung anpassen. Sie ist eine der größten einheimischen Spinnen. Die Weibchen haben eine Körperlänge bis zu 18 mm, die Mänchen etwa 10 mm. Das Gift der Spinne ist schwach, für den Mensch aber unangenehm.

Nachts liegt sie in der Mitte ihres Netzes auf der Lauer, mit dem Kopf senkrecht nach unten. Bei Gefahr lässt sich die Spinne an ihrem Fluchtfaden nach unten fallen, daher wohl die unübliche Stellung.


Am Tag ist sie in ihrem Versteck in der Nähe des Netzes. Wenn eine Beute im Netz ist, eilt sie herbei und wickelt mit ihren Spinnfäden die Beute ein und tötet ihre Mahlzeit mit einem Giftbiss, spritzt Verdauungssäfte in den Körper und saugt den Brei dann auf. Das alte Netz wird nachts dann aufgefressen ( 100% Recycling! ) und bei Sonnenaufgang wieder neu gebaut.

Wenn Landwirte ihre Felder mit chemischen Unkrautvernichtern besprühen, finden die Spinnen keine Beute. Ebenso gibt es keine Wildkräuter, wo sich die Spinnen verstecken können.

Text und Foto: Jürgen Staffeldt


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