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Rubrik: Pflanze / Tier / Thema des Monats

 

November 2020: Das Schöne Federchenmoos ( Ptilidium pulcherrimum )

Federchenmoos

Nachdem die letzten Jahre Laubmoose zum Moos des Jahres gekürt wurden, hat man sich für 2020 für ein Lebermoos entschieden.

Bei den Lebermoosen lassen sich 2 Gruppen unterscheiden. Zum einen die, die nicht in Stängel und Blätter gegliedert sind, wie zum Beispiel das Brunnenlebermoos, zum anderen ein große Gruppe, die Stängel und Blätter ausbilden.

Im Gegensatz zu den Laubmoosen, sind die Blätter bei Lebermoosen oft in zwei bis mehrere Lappen geteilt. Gelegentlich werden am Blattrand auch haarförmige Zilien ausgebildet. Beim Federchenmoos ist das sehr charakteristisch ausgebildet.

Der Name des Federchenmooses leitet sich vom griechischen ρτιλιδιον (ptilidion) = kleine Feder, Federchen ab und nimmt Bezug auf die Form der Blätter. Es wurde schon 1778 von Weber in seiner Flora von Göttingen erwähnt.

Federchenmoos

Die Art wächst in flachen, angedrückten Rasen auf saurer Borke im unteren Stammbereich von Birke oder Nadelhölzern. Gelegentlich wird auch Totholz besiedelt. Das Moos bevorzugt frisches bis feuchtes Substrat, bevorzugt an luftfeuchten Standorten.

Das habituell ähnliche Große Federchenmoos, lässt sich meist schon durch die 2-6 cm langen Pflanzen und den Standort unterscheiden. Es wächst bevorzugt auf sauren Humus oder Nadelstreu. Die mikroskopischen Merkmale gehen jedoch ineinander über, so dass die in der Literatur genannten Unterscheidungsmerkmale nicht immer zu einer eindeutigen Bestimmung führen.

Das Federchenmoos findet man auf der gesamten Nordhalbkugel (Nordamerika, Europa, Asien). In Deutschland gehört es zu den häufigen Arten, wobei es jedoch größere Verbreitungslücken im Nordwestdeutsche Flachland, in den Wärme- und Trockengebieten am Rhein, Main und in Sachsen-Anhalt gibt. In Süddeutschland ist es auf das Bergland beschränkt und wird schon im Hügelland selten. Insgesamt ist die Art in Deutschland nicht gefährdet. Auch in Baden-Württemberg ist die Art, vor allem in den Mittelgebirgen, noch häufiger zu finden.

In Filderstadt wurde die Art trotz gezielter Suche noch nicht beobachtet. Funde im Umfeld der Klingen zur Aich sind aber denkbar. Da die Art meist nur in kleinen Beständen wächst, ist sie jedoch leicht zu übersehen. Die nächstgelegen Standorte befinden sich im Schönbuch und nordwestlich von Stuttgart.

Text und Fotos: Uwe Schwarz

Hinweis:

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