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Rubrik: Pflanze / Tier / Thema des Monats

 

Oktober 2019: Der Fransenenzian ( Gentianella ciliata )

Fransenenzian

Die Fransenenziane bilden eine eigene Pflanzengattung innerhalb der Enziangewächse. In diese Gattung gehören neben dem Gewöhnlichen Fransenenzian auch Feld-, Sumpf- und Deutscher Enzian. In Filderstadt ist nur der Gewöhnliche Fransenenzian in kleinen Beständen zu finden. Volkstümliche Namen sind "Wilder Bittersüß" und "Himmelsstängel". Namensgebend sind die bewimperten (gefransten) Blütenblätter.

Die zweijährige Pflanze blüht von August bis Oktober auf kalkreichen, trockenen und stickstoffarmen Ton- und Lehmböden. Die Hauptverbreitung ist im präalpinen Laub- und Nadelwald der süd-, mittel- und osteuropäischen Hochgebirge. Der Fransenenzian wird 5 bis 20 cm hoch. Aus einer Blattrosette wächst ein vierkantiger Stängel mit kreuzgegenständigen lanzettlichen Blättchen, der meist nur eine Blüte mit vier leuchtend blauen, gefransten Blütenblättern trägt.

Die Blüten entwickeln sich nur bei ausreichendem Licht. Sie locken durch ihre auffallende Farbe und mit einem Veilchenduft Hummeln und Tagfalter an. Die Vermehrung geschieht einerseits durch Verzweigung der Rhizome (Wurzeln) aber auch durch Verbreitung der Samen durch Wildtiere und den Wind.

Da der Fransenenzian in Filderstadt nur in einzelnen Exemplaren vorkommt und die Blüten nur wenige Tage geöffnet bleiben, ist es ein Glücksfall, die Pflanze zu finden. Kleine Vorkommen gibt es in der Jungen Klinge und auf der Gutenhalde.

In Deutschland ist der Fransenenzian nach der Bundesartenschutzverordnung geschützt. Er wurde 1996 in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen in der Kathegorie 3 = gefährdet eingeordnet.

Text und Foto: Brigitte Spahr


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